Fußball /  Hessen

am 05.03.10 von jimdo.com

"Wer oben mitspielen will, muss solche Spiele gewinnen"

Nach der witterungsbedingten Totalkapitulation der Vorwoche will die Fußball-Kreisoberliga Nord am Sonntag um 15 Uhr ihren endlich ihren Restrundenstart feiern. Im Blickpunkt stehen die Hinterlandderbys zwischen dem SV Silberg und dem SV Eckelshausen und FV Wallau gegen SSV Hommertshausen. Um einen Platz in der erweiterten Spitzengruppe kämpfen Gastgeber FSV Buchenau und Aufsteiger SV Großseelheim. Gleich drei neue Trainer geben außerdem ihren sportlichen Einstand. Maik Baumgart ist der neue Mann auf der Kommandobrücke des Schlusslichts SV Silberg. Er hat nur das Heimspiel gegen den SV Eckelshausen vor Augen. „Der 4:0-Sieg vor Weihnachten gegen Emsdorf ist keine Motivation mehr. Wir müssen jetzt für eine gute Stimmung sorgen und punkten“, weiß Baumgart. Er verzichtet auf den verletzten Marco Genzel und stabilisiert die Deckung. „Der kleine Kader zieht voll mit“, freut sich der Silberger Coach. „Ungünstig war die schlechte Trainingsbeteiligung in der Winterpause. Es geht jetzt darum, beim SV Silberg etwas zu holen, um nicht in der Tabelle noch weiter abzurutschen“, leuchtet Markus Kubonik ein. Der Spielertrainer des SV Eckelshausen muss ohne den gesperrten Raphael Richter auskommen. „Es ist eine richtungsweisende Partie, in der wir ein Erfolgserlebnis brauchen. Leider habe ich nur elf Feldspieler zur Verfügung“, berichtet Kubonik.   Die Ausgangslage der Partie ist klar. Gastgeber FV Wallau will mit einem Erfolg raus aus dem Tabellenkeller und der SSV Hommertshausen möchte erst gar nicht runter in den selbigen. „Die Bedingungen während der Winterpause werden dazu führen, dass wir im Ausdauerbereich topfit sind, aber spielerisch Defizite aufweisen“, ahnt Wallaus Trainer Torsten Opitz. Den Stellenwert der Partie macht er unmissverständlich deutlich: „Das klassische Sechs-Punkte-Spiel“. „Ein Punkt muss für uns beim FV Wallau mindestens her, um den Abstand nach unten zu halten“, leuchtet Detlev Weichbold, dem Spielertrainer des SV Hommertshausen, ein. Nach nur zwei Punkten aus den letzten fünf Auswärtspartien denkt er über personelle Änderungen nach: „Im Prinzip steht das Team, aber ein, zwei Positionen sind noch vakant“, erhöht Weichbold verbal die Spannung in seinem Kader.   „Der Direktaufstieg ist an den FC Ederbergland II vergeben. Klar ist aber, dass wir etwas falsch gemacht haben, wenn wir mit unserer Mannschaft am Saisonende keinen einstelligen Tabellenplatz erreichen. Sogar die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation ist noch möglich. Unsere Mannschaft, in der Michael Veit auf der Liberoposition einen prima Job macht, ist hochmotiviert. Wir wollen zuhause unsere Gäste vom SV Großselheim schlagen“, verrät Lothar Dönges, Vorsitzender des FSV Buchenau. Aufsteiger SV Großseelheim hat anlässlich der Reise zum FSV Buchenau fünf Siege in Serie vor der Winterpause im Gepäck. „Wir sind in Buchenau nicht chancenlos und wollen in erster Linie dafür sorgen, dass hinten die Null steht“, peilt SVG-Trainer Reinhard Grün das fünfte „zu Null“ in sechs Partien an. Personell kann er aus dem Vollen schöpfen. Grün stärkt die Deckung und prophezeit, „dass bei uns nach vorn immer etwas geht“. Der zweitbeste Ligaangriff gibt ihm Recht.   Der erste Punktspieleinsatz von Trainer Dirk Schneider beim SC Gladenbach führt zum Wiedersehen mit der zweiten Garnitur seines Ex-Klubs FC Ederbergland. „Es ist mir gelungen, Ruhe ins Team zu bringen. Jetzt würde ein Erfolgserlebnis zuhause gut tun und das Selbstvertrauen stärken. Was wir spielerisch können ist gemessen an den Trainingsbedingungen in den letzten Wochen unklar“, glaubt Schneider. Fehlen werden ihm der gesperrte Ferhat Koc und der erkrankte Marco Schott.   „Wir wollen bei der SG Battenfeld versuchen, an die tolle Bilanz vor der Winterpause anzuknüpfen“, hofft Trainer Thorsten Cloos vom FV Wehrda im nördlichen Nachbarkreis auf den siebten Sieg aus acht Partien in Folge. Karsten Hilla fällt berufsbedingt aus, doch ein Ass haben die Wehrdaer noch im Ärmel: „Regisseur Moritz Pape ist wieder an Bord. Er soll das Spiel ordnen und unsere Mängel in diesem Bereich beheben“, wünscht sich Cloos.   Mit dem vierten Sieg innerhalb von fünf Heimspielen würde die SG Niederweimar/Haddamshausen zusätzliche Distanz zum kritischen Tabellenbereich schaffen. „Wenn es uns gelingt, unsere spielerischen Möglichkeiten durchzubringen, dann haben wir gegen Türk Breidenbach eine gute Chance“, prophezeit SG-Trainer Christian Heubel. Für den an einem Kreuzbandriss laborierenden Libero Karsten Kuhl springt René Bienhaus in die Bresche. „Abgesehen vom Trainingslager in der Türkei hatten wir eine schlechte Restrundenvorbereitung. Außer zwei Halleneinheiten konnten wir auf deutschem Boden nichts tun. Mit einem Punkt bei der SG Niederweimar/Haddamshausen wäre ich zufrieden“, stapelt Ekrem Gürkale, Übungsleiter Türk Breidenbachs, tief. Nicht ohne Grund, denn ihm fallen die Leistungsträger Yavuz Yildirim und Ibrahim Celik aus.   Im Hinspiel unterlag der VfL Neustadt beim SV Bauerbach mit 1:4. Mehr sollte für die Schützlinge von Trainer Volker Steller am Sonntag drin sein. Schließlich stärkten sieben Punkte aus den letzten drei Partien vor der Winterpause die Moral unter dem Junker-Hansen-Turm. Die wacklige Deckung wird den Neustädtern sicher nicht helfen. Sie müssen bei gerade einmal 29 erzielten Saisontoren dringend etwas nach vorne wagen. Der SV Bauerbach reist mit der viertbesten Ligaoffensive zum VfL Neustadt, der die drittschwächste Defensive der Klasse aufbietet. „Natürlich bleibt der zweite Platz unser Ziel, aber ein Selbstläufer wird die Begegnung in Neustadt keinesfalls. Ich habe intern den Druck von meinen Jungs genommen. Schließlich haben wir noch keine Spielpraxis. Klar zu erkennen ist, dass unsere Neuzugänge Bernd Wiesner und Selami Zyitenelli einen guten Eindruck machen“, lässt Bauerbachs Trainer Thomas Schick wissen.   „Die Vorbereitung brachte mir keine Erkenntnisse, weil sie gar nicht stattgefunden hat. Außer Laufeinheiten war nichts möglich. Wir nehmen die Favoritenrolle zuhause gegen den SV Emsdorf an und präsentieren uns konzentriert. Wer oben in der Tabelle bleiben will, der muss eine solche Partie gewinnen“, stellt Kosta Ioannidis, Trainer des VfB Marburg II, klar. Tim Lüttmann muss bei den Marburgern verletzt passen. „Ich habe während der Vorbereitung viele Gespräche mit den Spielern geführt. Sie brauchen Selbstvertrauen und Spaß am Fußball. Meine Jungs sind neugierig und sehr willig. Wir treten nicht ohne Hoffnung beim VfB Marburg II an“, erklärt Gerd Knäbe, neuer Trainer in Diensten des Kellerkinds SV Emsdorf. Für den verletzten Stammkeeper Tammo Mettbach rückt Johannes Otte zwischen die Pfosten. „Wir benötigen mehr Durchschlagskraft nach vorne“, fordert Knäbe.   „Platz eins ist Geschichte und längst vergeben. Es geht darum, den zweiten Rang als Aufstiegs-Relegationsplatz abzusichern und da stünde uns ein Heimsieg über die SG Bunstruth/Haina bestens zu Gesicht“, ordnet Trainer Mario Selzer vom Tabellenzweiten TSV Erksdorf die kommende Aufgabe ein. Nicht mit an Bord sind die gesperrten Christoph Nau und Michael Fleckenstein. „Vorbereitung und Wettkampf beginnen am Sonntag für uns im Prinzip zeitgleich“, verdeutlicht Selzer.

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